Unterwassersuche

Dank der Unterstützung der Leonhard-Stinnes-Stiftung in Mülheim an der Ruhr steht der Fachgruppe Wassergefahren des Ortsverbands Mülheim an der Ruhr nun spezielle Technik zur Suche von Gegenständen und Personen unter der Wasseroberfläche zur Verfügung. Die Einsatzoptionen der Fachgruppe Wassergefahren sind damit um eine wertvolle Option erweitert.

Mit der neuen Technik ist „ein Blick unter Wasser“ möglich. Die Technologie des Sonars ermöglicht eine nahezu fotorealistische Darstellung des Gewässergrundes. Gegenstände und Personen auf dem Grund des Gewässers und auch schwimmend im Wasser können damit ohne den aufwändigen Einsatz von Tauchern oder Hubschraubern geortet werden.  

Vor der Bestellung der technischen Ausstattung befassten sich zwei Helfer der Fachgruppe Wassergefahren intensiv mit den technischen Möglichkeiten zur Gegenstands- und Personensuche unter Wasser, erstellten eine Leistungsbeschreibung und informierten sich über die derzeit am Markt erhältlichen Geräte. Nach mehreren Monaten der Vorbereitung konnte auch die Finanzierungsfrage dank einer Förderzusage der Leonard-Stinnes-Stiftung in Mülheim an der Ruhr geklärt werden.  

Beschafft wurde ein großes Side- und Downscangerät der Firma HUMMINBIRD einschließlich GPS und weiterer modernster technischer Möglichkeiten. Mit dem Gerät können z.B. alle bei dem Scan eines Gewässers gesammelten Daten auf einer SD- Karte gespeichert und anschließend an einem PC mit einer Software ausgewertet oder in andere Anwendungen wie z.B. Google Earth übertragen werden. Auch die Nutzung von Kartenmaterial zur besseren Navigation mit dem Sonargerät und die Speicherung von Wegpunkten ist durch den Anwender während des Einsatzes möglich.

Als Ergänzung zu dieser Sonartechnologie wurde eine Unterwasserkamera beschafft die, nach Sichtung eines Gegenstandes oder einer Person mittels Sonar, zur näheren Erkundung eingesetzt wird.  

Beide Geräte sind portabel und können von jedem Boot aus eingesetzt werden. Ganz bewusst wurde so eine feste Bindung an ein Boot des Ortsverbands Mülheim an der Ruhr vermieden. In einem Einsatz können die Helfer der Fachgruppe Wassergefahren auch von „fremden“ Booten aus agieren. 

Für das bereits vorhandene und mehrfach zur Suche von Personen und Gegenständen eingesetzte Echolotsystem wurde ein zusätzlicher Echolotgeber beschafft. Mit diesem Geber ist es möglich, auch von stehenden oder sehr langsam fahrenden Booten den Gewässergrund zu untersuchen und sichtbar zu machen. Auch können mit dieser erweiterten Ausstattung die Unterwassergegebenheiten unmittelbar an Gewässerbauwerken wie Schleusen, Stauwehren usw. dargestellt werden.

Zur Ergänzung der nun umfangreichen Echolotausstattung wurde darüber hinaus eine mit schwenkbarem Kamerasystem ausgestattete Unterwasserdrohne beschafft. Den Helferinnen und Helfern der Fachgruppe Wassergefahren ist es damit möglich, den Gewässergrund aber auch alle weiteren unter der Wasseroberfläche befindlichen Dinge in Echtbildern abzusuchen. Eine Videofunktion erlaubt zusätzlich die Speicherung aller Unterwasserbilder.Mit dieser ergänzenden Ausstattung ist die Fachgruppe Wassergefahren nun hervorragend für die Suche und Ortung von Personen und Gegenständen unter Wasser ausgestattet. Auch eine Untersuchung oder Kamerafahrten von Gewässerbauten und Schiffsrümpfen sind ohne aufwändigen Einsatz von Tauchern möglich.